Monat: August 2016 (Seite 1 von 2)

22.8.16: Landmannalaugur – Reykjavik

Nach dem Regen-Stop um kurz vor 11  sind wir aus dem Zelt gekrochen, dann hat es etwas aufgeklart.

Kurz vor 13 Uhr, nach dem die Reste von abends verdrückt waren (lecker Nudeln mit Knoblauch-Tomaten-Sauce und Tunfisch), haben wir bei einer kurzen Wanderung zwei Berge erklommen, uns einige heiße Quellen angeschaut. Im Gegensatz zu ein paar Italienern haben wir einen Fluss, ohne mit dem Hintern voran reinzufallen und nass zu werden, ganz gekonnt überquert. Das Furten-Training vom Vortrag war wohl effektiv.

Die Wanderung war wunderschön, die Aussicht hat uns sehr beeindruckt.

Pünktlich zur Rückkehr ins Zelt, fing es an zu r*. Also ab ins Zelt.

Den Rest des Tages hat es auch nicht mehr aufgehört. Es ging nur um mehr oder weniger R*.

Nachdem es vorher auf den Bergen schon extrem windig war, zog der Sturm in der Nacht direkt über den Zeltplatz und das mit 14-18m/s laut Wetterbericht. Zwischendurch hatten wir Angst, dass es unser Zelt zerlegt – die auch nicht ganz unberechtigt war, wie sich am nächsten Morgen gezeigt hat. Bis nachts um 3 flackerten draußen Stirnlampen, irgendwann sind wir dann dennoch eingeschlafen. Unser Zelt hat überlebt, war allerdings fast komplett von Wasser umgeben.

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Eigentlich war geplant, noch eine Nacht in Landmannalaugur zu bleiben, das Wettertief und die vergangene Nacht, brachten uns aber zu folgender Überlegung: Optionen 1 – Regen ertragen; Option 2 – mit dem Bus für > 200€ in den Norden fahren; Option 3 – mit dem Bus erst nach Hella und dann nach Thorsmörk weiter, in der Hoffnung, dass es bis dahin nicht mehr regnet; Options 4 – zurück nach Reykjavik und mit dem nächsten Flieger nach Hause. Da die Wettervorhersage nur einen Tag Regenpause versprach und danach wieder Regen angekündigt hat,  haben wir schweren Herzens beschlossen, den Urlaub abzubrechen und am 23.8. noch einen Flug ergattert.

Nach insgesamt nur einem Tag ohne Regen und 3 halben schönen Tagen, viel Gegenwind, Sturm, sehr oft nassen Klamotten und auch einem für Hochlandpisten ungeeigneten und zu schweren Anhänger war irgendwie die Grenze erreicht. Im Nachheinein hätten wir auf den Rat von Olöf hören und von vornherein im Norden starten sollen, wo es die ganze Zeit sonnig war. Der Versuch, vor dem Wetter nach Höfn zu flüchten war zu halbherzig.

Zurück in Reykjavik zeigte sich das Wetter dann leider von seiner besten Seite…

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was Sina zum Verzweifeln und um einige Tränen brachte… Jonas nannte es nüchtern „Schadensbegrenzung“.

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Jetzt genießen wir in Stuttgart noch ein bisschen die Sonne und Wärme.

19.8.16 – 21.8.16: Klaustur nach Landmannalaugur

Am 19.8. ging es weiter in Richtung Landmannalaugur – über die erste Hochlandpiste (F208). Angefangen hat es in Klaustur wieder mit etwas R*, hat sich dann aber doch noch zum Besseren gewendet. Nach ca. 60km und den ersten 30km über Schotter, die relativ entspannt waren, haben wir in Holaskjol auf einem wunderschönen Campingplatz einen Zwischenstopp eingelegt. Bis zum Schlafen gehen hatten wir bestes Wetter – nachts fing es dann aber, man ahnt es kaum, wieder an zu r*.

Morgens hatten wir eine einstündige Pause vom R*, in der wir uns eine ganze Weile beim Packen mit einem Wiener unterhalten haben, der schon einige Wochen länger mit dem Rad unterwegs war und im Norden bestes Wetter hatte. Wir wären wohl besser in den Norden gefahren… 😣

Dann ging es mit der richtigen Hochlandpiste los – den Wetterzustand zur Abfahrtszeit erwähnen wir an dieser Stelle nicht. Die Bilder sprechen für sich… In der Eldgja-Schlucht haben wir kurz angehalten und einen Spaziergang gemacht, wobei die Schlucht wahrscheinlich im Sonnenschein deutlich schöner gewesen wäre. So hingen die Klippen in den Wolken und alles war grau in grau.

Danach ging es tatsächlich über heftige Anstiege weiter ins Hochland. Einige ließen sich nur durch Schieben und mit einigen Pausen meistern – keine Chance, den Anhänger dort hoch zu ziehen. 😧 Die Strecke von Holaskjol nach Landmannalaugur hat sich trotz nur 39km ewig gezogen. Um die 15 Furten waren zu passieren, wobei das Wasser oft bis zu den Knien ging und es schwierig war, die Räder zu halten. Sogar der bepackte Anhänger wurde fast weggespült. On the positive side: super Kneippkur! Die tauben Zehen waren nach einer Weile allerdings sehr lästig… Nach ungefähr acht Stunden und gefühlten 2000HM haben wir völlig geplättet Landmannalaugur erreicht und sind fast direkt ins Bett (okay, Zelt & Isomatte) gefallen. Nachts dann R*.

An dieser Stelle erwähne ich (Sina) noch, dass meine Zehen nur halb so taub waren, da mich Jonas über 14 der 15 Furten getragen hat… was für ihn bedeutete: 5 mal durchs kalte Wasser  → erst Fahrrad 1 und Hänger rüber; zurück; Fahrrad 2 holen; zurück; Sina holen. 😍

18.8.16: Von Skaftafell nach Kirkjudingsbums aka. Klaustur

Der Tag hat mit Sonnenschein angefangen. 😅

Den haben wir auch direkt genutzt und sind noch zum Svartifoss gelaufen, wo es dann prompt angefangen hat zu regnen. 😤 Gut, dass die Wäsche zum Trocknen aufgehängt war. Ergebnis: Wäsche nasser als vorher. (Ist uns schon das dritte Mal passiert… Irgendwie sind wir nicht lernfähig.) Nun gut. Man kann ja auch mal länger bleiben und eine Stunde später schien dann auch wieder die Sonne. Die ist dankenswerter Weise auch abgesehen von der einen oder anderen Wolke nicht mehr verschwunden und so sind wir jetzt trocken in Kirkjubæjarklaustur angekommen. 

Wir haben heute gesehen wo wir unterwegs waren. 😎 Was die heutige Etappe zu einer der bisher schönsten macht. 😃

Auch hier wurde der Supermarkt wieder gestürmt und jetzt gibt es eine warme Dusche und eine riesige Portion Nudeln mit Tomatensoße. 🤓

Weil es hier so schön ist, legen wir am 19.8. einen Pausentag ein und erkunden mit dem Rad ohne Gepäck die Umgebung. Vom Berg kann man den Gletscher sehen. Wer erkennt ihn auf dem Foto? 😃

17.8.16: Von Jökulsárlón nach Skaftafell

Im strömenden R* aufgewacht …grandioser Start in den Tag.

Dafür waren die Mitarbeiter im Cafe extrem nett und haben uns nach dem Zeltabbau komplett durchnässt eine halbe Stunde vor Öffnung rein gelassen, uns einen Kaffee spendiert und sogar die Sachen zum Trocknen aufgehängt. 

Es ist echt toll, dass wir doch immer wieder so schöne Erfahrungen machen dürfen. 😊

Nach drei Stunden herumlungern im Cafe ging es dann im … genau … strömenden R* weiter nach Skaftafell. Als Entschädigung hatten wir immerhin Rückenwind. Abends wurde es zum Glück noch trocken und wir durften die Gletscherzunge bei Dunkelheit im Nebel erleben. Ziemlich grandios. 😄

Nachts hat es dann natürlich wieder ger*.

16.8.16: Von Höfn nach Jökulsárlón

Wir sind aufgewacht und es war trocken… 🤗

Die ersten 60 km liefen super, die nächsten 20 km mäßig, aber wir haben sie erreicht, die Gletscherlagune Jökulsárlón. So richtig aufgegangen ist der Plan mit dem Wetter nicht, trotz kurzzeitigen Rückenwinds. Man kann mit dem Rad – und insbesondere in Island – gar nicht so schnell reisen, um passend zur Wettervorhersage am richtigen Ort zu sein.

Unsere erste Wild-Camping-Erfahrung mit Blick auf die Lagune und einer schönen Abendstimmung. 😊

14.8.16: Von Hella nach Höfn

364 km an einem Tag 🤔

Wir haben uns für den Bus entschieden, da uns 11 m/s Gegenwind und Regen nicht angenehm erschienen. 

Die Strecke dann wiederum auf dem Rad in die andere Richtung zurück zu legen klang vielversprechend.

Der 15.8. bescherte uns wieder Regen von früh bis spät… Wir blieben in Höfn und verbrachten die Zeit im Schwimmbad, beim Suppe essen, im Zelt und in der Campingplatz-Küche – was jetzt vielleicht gar nicht so schlimm klingt, bringt uns doch schon sehr an unsere Grenzen… 8 Tage ohne einen regenfreien können sehr frustrieren.

13.8.16: Von Fludir nach Hella

Anfangs sehr schöne Etappe mit viel Landschaft, vielen Pferden und noch mehr Fohlen. ☺

Später an der Ringstraße dann leider nicht mehr so idyllisch und der Gegenwind plagte uns wieder. Dennoch trocken in Hella angekommen.

12.8.16: Von Geysir nach Fludir

Der Tag entschädigte für den Gestrigen. 😁

Die Sonne weckte uns und wir waren bereits um 7 Uhr, abseits des Touri-Stroms, beim Geysir und seinem aktiven Nachbarn Strokkur – die Erde dampft dort überall und alle paar Minuten schießt eine hohe Fontäne aus dem runden Becken.

Heute stand Sightseeing auf unserem Programm und so führte uns der Weg weiter zum Gullfoss.

Auf der Weiterreise nach Fludir machten wir die erste Erfahrung mit Schotterstraßen – eine ziemliche Waschbrettpiste. Wenigstens hat sich da die Federung gelohnt. 😊

Inzwischen hat es sich etabliert, dass wir bei Ankunft an einem Supermarkt diesen stürmen, um schnellstens für Kaloriennachschub zu sorgen – hungrig einkaufen ist auf Island allerdings ein eher einschneidendes Erlebnis für den Geldbeutel.

Der Tag endete mit dem Besuch unseres ersten Hot-Pots – in diesem Fall ein altes, renoviertes Schwimmbad mit „litli Geysir“ am Beckenrand. Litli war auch als Bezeichnung angemessen. *blubber* 😂 

11.8.16: Von Thingvellir nach Geysir

Regen die ganze Nacht, kurze Regenpause zum Zeltabbau und dann Regen bis abends… Willkommen in Island 😨

Trotzdem über 60km Radeln bei Gegenwind und ins Gesicht klatschendem Regen…Von der Landschaft war nicht viel zu sehen, weil alles in Wolken hing.

Daher gibt es auch keine Bilder und auch sonst nichts zu sagen: außer vielleicht, dass es verdammt nass war und dass wir uns wahnsinnig über einen Wäschetrockner auf dem Campingplatz gefreut haben. 

Bei mir (Jonas) sind Erinnerungen an den dritten Tag in Kanada wach geworden, nach dem es immerhin eine Nacht in einer Hütte zum Trocknen gab. Der Durchnässungsgrad war identisch hoch.😄

10.8.16: Von Reykjavik nach Thingvellir

Nachdem wir das Verkehrschaos Reykjaviks hinter uns gelassen hatten, wurde der Weg zum Nationalpark Thingvellir über Mosfellsbaer und eine Hochebene entspannter.

Zu sehen gab es die ersten Islandpferde und Schafe und viel Gegend.

Im Nationalpark driften zwei Kontinentale Platten auseinander, was zu spektakulären Rissen in der Erde führt. Diese sind teilweise mit glasklarem Wasser gefüllt.

Unser Campingplatz „in the middle of nowhere“ lag sehr idyllisch an einem See und endlich war das Gefühl da, das man erwartet, wenn man nach Island fliegt – Einsamkeit.

Bilder folgen.  Jonas ist nass und hat keine Lust auf Bilder und Bloggen. 😂

Wir sind wieder trocken 😊

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